Mittwoch, 7. März 2012

Reisebericht Oman: 3. Tag Muscat
Und ich durfte bei einer Verlobungsfeier zu Gast sein...WAAAHNSINN!

Donnerstag 09.02.2012
Wir waren früh verabredet, um dann zu unserem Freund nach Hause zu fahren, damit wir dort endlich unsere Geschenke los wurden^^ Leider war die große Tochter nicht da (sie war über das "Wochenende bei ihrer Tante im großen Haus mit allen Nichten und Neffen). Aber beim Rest der Familie kamen die Geschenke gut an. Besonders gut haben der ganz kleinen (sie liebt wohl süßes) die Milka Löffel-Eier gefallen/geschmeckt, sie sah danach aus... von oben bis unten voll mit Schokolade ;). Man muss dazu sagen, wir haben beobachtet, dass die Kinder im Oman allgemein seeehr verwöhnt werden, sie dürfen eigentlich fast alles ein wirklich richtiges "Nein" gibt es irgendwie nicht wirklich^^. Sie hat einfach die Eier aufgerissen und die Leibniz Zootiere auch gleich und wild drauf losgefuttert. Für mich war es süß anzuschauen. Die Ehefrau gab mir noch ein wunderschönes Outfit für den Abend mit^^. Es war wohl etwas traditionelles Kleid, das man eher im Süden des Omans trägt. Mir wurde erklärt, dass man wohl anhand der Kleidung erkennen kann woher die Frau kommt.
Nach einem kurzen Frühstückstee ging es zur "Großen Moschee" eine Sehenswürdigkeit in Muscat. Leider waren wir zu spät dran, denn für Besucher ist die Moschee nur von Samstag bis Donnerstag von 8.00 - 11.00 Uhr geöffnet (leider haben wir das aber irgendwie auch erst später kapiert...). Wir machten ein paar Bildchen von außen.


Danach fuhren wir in Richtung As Seeb unser Freund zeigte uns dort einfach nur per Auto ein bisschen die Gegend. Er hatte nicht mehr zu viel Zeit, da er zu einem Familienlunch musste ;). Da durfte er mal wieder nicht allzu spät kommen. In As Seeb war es interessant, da es dort eben nicht die reiche Großstadt war sondern eher ein Dörfchen in dem gelebt wurde. Es war über und über voll mit Menschen und ein Laden hat sich an den anderen gereiht. Wenn wir nicht ganz so schnell da durch gerast wären, hätte ich auch ein Fotole machen können. Naja gegen Ende des Urlaub hat unser Freund dann auch irgendwann verstanden, dass wir viele Fotos machen wollen und dan auch mal extra angehalten^^ Aber in As Seeb waren wir eben noch am Anfang.
Auf dem Weg zurück Richtung Muscat hat er uns dann an einem großes Shopping Center "ausgesetzt", wo ich auch für den bevorstehenden Abend ein kleines Geschenk kaufen wollte.
Ja was genau stand da eigentlich bevor^^ Ich hatte eine Einladung bekommen zur Verlobungsfeier der Nichte der Ehefrau unseres Freundes (na noch dabei^^). Ich musste natürlich sofort zusagen, auch wenn das hieß, dass unser ganzer Programmplan zerstört wurde *g*. So eine Gelegenheit bekommt man als Europäerin nicht oft^^.
Das Shopping Center war sehr westlich und meinem Gefühl nach was KlamottenLäden betrifft auch nur für Touristen gedacht. Da standen im Schaufenster bei H&M die Puppen mit den kürzesten Miniröcken (so was würd nicht mal ich hier tragen *g*) und den tiefsten Ausschnitten. Im Center gab es einen großen Carrefour, eine französische Supermarktkette, in der es wirklich fast alles gab. Von typisch arabischen Süßigkeiten und Snacks über australische Süßigkeiten bis hin zur uns bekannten deutsch/schweizerischen Keks- und Schokoladenpalette. Sogar die Leibniz Zootiere gab es (und ich dachte echt das ist was besonderes, das bekommen die dort nicht...hihi...naja zumindest gekauft hatten sie die Kekse wohl noch nie).
Wir holten uns in der Snack-Abteilung verschiedene Teigtaschen gefüllt mit Fleisch oder Spinat und Kartoffelbällchen mit verschiedenen anderen Zutaten gemischt. Auf jdene Fall Lecker und schon fast ein Mittagessen. Dann kaufte ich nebst einer Miranda Granatapfel noch ein paar Süßigkeiten u.a. etwas, dass melonpan aus ihren Tauschpaket bekannt vorkommen sollte. Diese Kekse gibt es dort immer und ständig für umgerechnet 80 cent die Packung. Obwohl ich sagen muss, dass die Pandas mir besser schmecken.


Wir schlenderten mit unseren Snacks im Center umher und langsam fing ich an mir den Kopf zu zerbrechen, was ich der zukünftigen Braut zur Verlobungsfeier als kleine Aufmerksamkeit mitbringen könnte. Handtasche doof, Schmuck doof, Parfum doof...denn ich kannte sie ja überhaupt gar nicht. Hatte keine Ahnung von ihrer Lieblingsfarbe oder ihrem Stil oder ihren Lieblings Duftrichtungen. 
Wir kehrten in einen Laden für Koch- und Backutensilien ein (naja ich brauchte schon große Überredenskunst). Hätte mein Freund mich nciht aufgehalten, hätte ich den Laden leer und meinen Koffer voll gekauft ;). So bin ich ganz ohne etwas zu kaufen heil wieder raus gekommen.
Wir kamen zum Foodcourt (das gibt es auch in amerikanischen Malls immer). In diesem Bereich des Shopping Centres sind alle Essgelegenheiten angesiedelt. Ich wollte vom Kinderland ein Foto machen. Leider wurde das erste nicht wirklich gut und zu mehr kam ich nciht, denn man machte mich drauf aufmerksam, dass Fotos nicht gestattet seien. Ich entdeckte aber etwas, das mich sofort meinen Minifrust vergessen ließ. Eine Frozen Joghurt Bar. Da ich so etwas noch nie gegessen hatte, es aus dem nekobento-Forum aber kannte und es unbedingt mal probieren wollte MUSSTEN wir dort hin. Ich hab Original Pur Yoghurt Geschmack genommen und durfte mir dazu vier Zutaten aussuchen. Ich nahm Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren und der Kellner unterbrach mich und meinte "lassen sie mich raten Blaubeeren" und grinste über beide Ohren...war es denn so offensichtlich *g*. Meinen Freund überrdete der selbe Kellner dann auch noch etwas zu nehmen...er durfte sich vorher durch die gefrosteten Joghurtsorten probieren. Er entschied sich für gefrosteten Schokojoghurt mit nichts drauf. Es war super Lecker und  erfrischend!

 Das Kinderland war über und über voll mit Karusellen und es blinkte und glitzerte^^

Meine Frozen Joghurt Auswahl passend zum Namen...Lauter Beeren....

In einem Schokoladenladen kaufte ich dann endlich, nachdem ich die Verkäuferin fragte, ob sie Schokolade als ein passendes Geschenk für eine Verlobungsfeier empfindet, ein kleines Schächtelchen mit feiner Schokolade. Das kleine Schächtelchen mit vielleicht 100g drin hatte 5 OR gekostet, das sind 10 Euro. Wir haben von den Valentinsherzen ein Probeschokolädchen geschenkt bekommen. Die war wirklich gut. Bleibt zu hoffen, dass die gekaufte Schokolade auch gut war^^. 
Nun durfte mein Freund endlich zu seinem ersehnten Costa Coffee. Das ist eine Londoner Cafékette, die es inzwischen fast auf der ganzen Welt gibt. Ähnlich eben wie Starbucks. Der Kaffee war wirklich lecker. 
Unser Freund holte uns dann um 16 Uhr ab, wir luden ihn auch noch auf einen Kaffee ein und ich jammerte einem Paar schwarzen Lackschuhen mit 12cm Absatz hinterher (die waren nur noch in Gr. 40 da).

Ich dachte, dass es nun ins Hotel geht damit ich mich dort in aller Ruhe umziehen kann. Es hieß ich solle so gegen 17 Uhr am Haus sein, in dem wir auch den Tag zuvor unseren ersten Lunch hatten (zur Erinnerung im Haus der Schwester der Ehefrau, also im Haus der Mutter der zukünftigen Braut *g*).
Pustekuchen...wir fuhren raus aus Muscat ein bisschen in die Berge rein...wir machten Halt an einem Wadi, an dem sehr gerne gegrillt wird. Ein Wadi ist eine Art Schlucht, die durch Regenwasser, das aus den Bergen kommt, entstanden ist. Die meiste Zeit im Jahr ist sie aber nur mit wenig Wasser gefüllt oder ganz trocken gelegt. Dann sind das beliebte Plätze wo die Leute sich treffen und grillen. (Alle Vegetarier, Tierfanatiker und Zartbesaiteten lesen bitte jetzt erst ab dem nächsten Abschnitt weiter^^) Es ist wohl so, dass zum Grillen nicht jeder sein Stückle Fleisch mitbringt, wie wir es kennen sondern es ist ganz oft so, dass man das noch lebende Tier mitbringt. Dieses Tier wird dann vor Ort geschlachtet und gegrillt. Es mag gruselig klingen, aber bei den heißen Außentemperaturen, wohl die beste Möglichkeit das Fleisch frisch zu halten. Auch unser Freund weiß wohl wie man ein Tier schlachten muss, damit es auch den Bestimmungen des Korans entspricht. Gemacht hat er as auch schon ein paar mal. Noch etwas ungläubig von der Geschichte fuhr ein Geländewagen an uns vorbei. Der Kofferraum war mit Folie ausgelegt und durch die Heckscheibe glozte mich eine Ziege an...jetzt musste ich es glauben...die werden die da bestimmt nicht zu Gassi führen mitgenommen haben.

Wir gingen in dem Wadi ein Weilchen spazieren. Es war wirklich schön. Leider machte der Akku meiner Kamera schlapp und so musste ich mit der Kamera meines Freundes weiter knipsen. Dieses Wadi hatte übrigens noch etwas Wasser, s.d. wir hindurch waten konnten^^. Aber seht selbst^^







 Ich hätte ja noch ewig weiter laufen können...aber die Zeit war gegen uns.
Bei dem Rückweg mussten wir natürlich auch wieder durchs Wasser^^

Inzwischen war es schon weit nach 17 Uhr, aber unser Freund meinte eh, dass bis die zukünftige Braut im Saloon fertig ist dauert es eh viel länger...ich vermutet, dass selbst um 19 Uhr noch nicht viele da sind^^ Beruhigt ließ ich mich nochmal ganz schnell ins Hotel fahren, um nochmal ein bisschen Schminke zu holen (die hatte bei der Wadiwanderung etwas gelitten^^). Ich wurde dann am Haus der Schwester abgesetzt und die Jungs sind dann zu zweit los gezogen, denn bei einer solchen Party dürfen nur Frauen anwesend sein. Übrigens auch am Tag der Hochzeit haben außer der Ehemann und der Brautvater (und wohl auch eher nur am Anfang) keine Männer aud der Party etwas zu suchen...da lassen die Frauen dann wohl mal richtig die Sau raus^^
Angekommen im Haus hab ich mich erst mal ins Bad verkrümelt und mich umgezogen. Das Kleid war ganz einfach...nur reinschlüpfen, die sauschwere Ohrringe bekam ich auch an, aber das Tuch und die Kette ließen mich verzweifeln^^. Also bin ich raus und es kamen schon die ersten "Ohs" und "ahs" ;), es scheint die Leute echt zu begeistern wenn man sich in ihre Klamotten schmeißt. Ich hab mir dann von zwei dort schon ganz aufgeregt wuselnden Frauen das Kopftuch umbinden lassen und die Kette anlegen lassen.
Das große Wohnzimmer war schon festlich geschmückt, die Musik war aufgedreht, Kinder sprangen herum, nach und nach trudelten die Gäste ein und alles wartete auf die Ankunft der Zukünftigen^^.


Um kurz vor 20 Uhr (unser Freund hatte also recht ;)...Frauen und die Schönheit) kam die Braut in einen wundervollen Outfit. Es war vom Schnitt her wie das Kleid, dass ihr auf dem Foto vom ersten Tag sehen könnt, nur ganz in einen schönen pink. Leider durfte ich keine Fotos machen, da die Braut und ihre Schwester die das selbe Outfit nur in einem grünton an hatte, beide ihre Haare zeigten. So ein Outfit wiegt wohl einige Kilos wegen der ganzen Strasssteine und Pailletten. Da die Bilder theoretisch mein Freund sehen könnte (obwohl meine Fotos Passwort geschützt sind) und eine Frau sich außer vor ihrem Ehemann, Vater oder ihren Brüdern verdecken muss, machte ich keine Fotos. Leider existieren deswegen auch kaum Fotos von mir bzw. nicht auf meiner Kamera. Ich hoffe ja noch irgendwann ein paar Bilder zu bekommen, zumindest wo ich drauf bin.
Alle tanzten ausgelassen und auch die Kopftücher rutschten auf die Schultern, es war herrlich und eine tolle Stimmung. Leider war ich ein bisschen müde vom Tag (ich hab ja nicht im Schönheitssaloon verbracht *g*) und konnte trotz Aufforderung nicht so viel mittanzen.
Während die einen tanzten musste die Braut ein entzückendes Dauerlächeln an den Tag legen, (boah die war/ist so hüüüüübsch....wie eine Prinzessin aus 1001 Nacht) denn die auf dem Foto sichtbare aufgebaute Bühne war zum fotografieren gedacht und eben die Braut auch sichtbar in den Mittelpunkt zu stellen. Die Frauen untereinander dürfen so viele Fotos machen bis die Spiegelreflexkamera glüht *g* und das haben sie auch. Da musste jeder mit jedem UND der Braut fotgrafiert werden. Auch die Braut musste eine ordentliche Flexibilität beweisen....auf den Boden der Bühne setzen (in dem Outfit...bestimmt Schwerstarbeit), den Strauß in die Hand und so auf die Couch setzen und dann doch wieder stehen...
Ich musse natürlich auch ran...es kann wahrscheinlich auch keine omanische Frau oft behaupten eine Europäerin auf ihrer Verlobungsfeier zu haben ;). Ich nutzte die Chance um ihr zu sagen wiiiiie hübsch sie ist und zu fragen wann denn die Hochzeit sein soll. Sie meinte zu mir, dass sich beide etwas Zeit lassen wollen bis sie beide mit dem Studium fertig sind. Das hat mich beeindruckt...diese Mischung aus Tradition und Moderne.
So und wofür das ganze? Natürlich es ist eine Verlobungsfeier, also fehlt ja wohl der Zukünftige mit Ring. Auf Ihn und seine Verwandschaft (nur Frauen) wartete ab da alles. 
Im Oman ist es (nicht per Gesetz) eine Tradition, dass sich Braut und Bräutigam nicht wirklich kennen. Man ist meist in der gleichen Stadt aufgewachsen oder zur selben Schule gegangen, aber dass man schon eine Beziehung vorher hatte ist nicht der Fall. Klar gibt es auch Verbindungen, die Zwecksgebunden sind, aber eher nur auf dem Land und wohl heutzutage sehr selten. Wenn ein Mann Interesse an einer Frau hat, dann geht er zu den Eltern der Frau und fragt um ein Gespräch. Dieses wird dann von den Eltern organisiert und hier haben die beiden die Möglichkeit sich unter vier Augen kennen zu lernen. Danach können sie der Hochzeit zustimmen, sie dürfen aber auch ablehnen. 
Ich habe bewusst Frau geschrieben, denn es sind keine kleinen Mädchen, die da verheiratet werden. Die Braut auf der Verlobungsfeier ist wohl auch für diese Gegend mit 20 Jahren ungewöhnlich jung, aber sie wollte es und hat sich dafür entschieden (Haha obwohl die Leute im Saloon alle meinten "Was 20 Jahre alt, das ist doch viel zu jung^^").
Bei der Verlobungsfeier bringt der Zukünftige seiner Auserwählten dann den Ring und auch gleich Geschenke. Das ist dann Goldschmuck und kostbare Kleider, die dann auch gleich ihre Rücklagen sind, wenn sich die beiden doch scheiden lassen sollten.
Ich unterhielt mich ganz lieben und interessanten Frauen, die alle ein so tolles Englisch sprachen (viele haben in England oder Amerika ein Teil ihres Studiums gemacht. Einer der Damen war so nett und erlaubte mir ein Foto mit ihr zu machen. Ihre Tochter, die ich niemals für nur 15 Jahre gehalten hätte *g* konnte super mit meiner Kamera umgehen und machte eine Foto von uns...könnt ihr zumindest mal oben rum sehen wie ich aussah. Auch wenn das Kopftuch schon wieder locker war, es wollte einfach nicht halten (aber ich gelte zum Glück eh nicht als potenzielle Ehefrau).


Was ich auch unbedingt festhalten musste waren die Trinkbecher^^


Das sind Becher wie Joghurtbecher nur mit Wasser drin. Diese gibt es wohl immer auf Parties, da sie danach einfach weggeschmissen werden können und keie Gläser o.ä. kaputt gehen können. Ich fand es sehr lustig aus einen Joghurtbes´cher zu trinken^^

Kurz nach 21 Uhr war es dann soweit. Alle Frauen verdeckten sich wieder ordentlich und waren ganz aufgedreht^^. Der Zukünftige kam in einer traditionellen weißen Robe (es sah genauso aus wie die männliche Alltagskleidung ihr könnt sie auf einem der oberen Fotos sehen) mit einem Omanischen Krumdolch um die Hüften, der seine Stärke repräsentieren soll. Immerhin muss er die Frau ja beschützen können auch die Geschenke sollen davon zeugen, dass er sie gut umsorgen kann. Hinter ihm kamen seine Mutter, sein ganzen Schwestern, Cousinen und Tanten mit den Geschenken...



Die Schwestern und Cousinen durften dann auch tanzen...Das fand ich super interessant, sie dürfen vorm ihm als Mann tanzen, da sie niemals potenzielle Ehefrauen sein dürfen. Jede Frau, die theoretisch durch Scheidung oder Tod ihres Ehemannes Ehefrau eines anderen Mannes werden kann, muss sich vor diesem verdecken und zurückhaltend verhalten. Interessante Regel, die unglaublich vor Inzucht schützt. sogar noch eine Stufe weiter als in Deutschland...hier dürften Cousin und Cousine heiraten.
Der große Moment kam dann endlich...er steckte ihr den Ring an die Hand und sie lächelte so schön schüchtern...das konnte sie echt gut.
Haha und dann musste der arme Mann auch noch dran glauben...es wurde wieder fotografiert bis zum umfallen und dann musste die Torte dran glauben...
Ich glaube der einzige Moment auf den die ganzen Kinder dort gewartet haben^^

Wie die Geier sitzen sie um die Torte ;)

Ich hatte trotzdem das Glück ein Stück zu ergattern. Interessanterweise war die Torte echt lecker, obwohl sie schon sehr giftig aussah mit dem ganzen rosa ;).
Dann wurde das Essen "aufetischt", also mal wieder auf dem Boden. Dort durften nur Gäste Platz nehmen, also die Verwandten von ihm und ich (ganz allein?). Es war doch erst mein zweites Mal auf dem Boden essen und dann mit lauter fremden??? Zum Glück erbarmte sich die Ehefrau unseres Freundes...normal essen die Angehörigen der Braut später und auch in einem anderen Raum. 


Ich hab mir größte Mühe gegeben einen Ausgleich zwischen so viel wie Möglich von dem leckeren Essen zu essen und so wenig wie Möglich das Kleid dabei zu verdrecken zu finden. Mal wieder sooooo lecker!
Nach dem Essen war die Kleine unseres Freundes ziemlich Müde, es war ja auch schon 22 Uhr, wir machten uns also auf zum Gehen (Die große Tochter blieb da).
Ich überreichte der Braut noch ganz schnell die Schokolade und hoffe nun einfach, dass sie ihr geschmeckt hat^^.
Zu Hause bei unseren Freunden angekommen suchten wir noch schnell ein Kopftuch für mich aus (für den nächsten Tag) und dann kamen auch schon die zwei Männer. Wir packten unsere sieben Sachen und wurden ins Hotel gefahren. Wo die beiden waren wollten sie nicht verraten, da mein Freund genau weiß wie mich sowas ärgert ;).
Leider hatte ich das Tuch und den Schmuck schon abgegeben, sonst hätte ich endlich mal ein Gesamtbild machen können. Naja ich zog das Kleid aus und verpackte es ordentlich zum zurückgeben (ich hätte es ja am liebsten behalten ;)).
Glücklich und überladen mit Eindrücken gingen wir schlafen. Immerhin sollte es am nächsten Tag um 7.30 Uhr los gehen nach Nizwa ind die Heimatstadt unserer Freunde.

Ade eure nicekitty

P.S.: Oh man es ist schon wieder so viel geworden...aber manches Erlebte muss auch erklärt werden, damit kein falscher Eindruck entsteht^^ Hoffe es ist nicht zu viel BlaBla

Donnerstag, 1. März 2012

Reisebericht Oman: 2.Tag Muscat
Und viel Essen und das Muscat Festival

Es tut mir wirklich leid, dass ihr sooo lange warten musstet (ich hoffe ihr interessiert euch noch für den Bericht^^), aber wenn ich arbeite dann komme ich zu nichts. Nach dem Frühdienst bin ich immer totmüde und beim Spätdienst schlaf ich aus und komme aber auch erst sehr spät wieder nach Hause. Nachdem ich jetzt aber endlich meinen PC aufgeräumt habe, kann das bloggen zum Oman losgehen^^


Mittwoch 08.02.2012
Heute morgen hatten wir uns auf ca. 11 Uhr verabredet. Alex und ich haben uns das Frühstück im Hotel schmecken lassen und hatten unseren ersten typischen Milchtee. Da wird Schwarztee mit verschiedensten Gewürzen gekocht und statt normaler Milch wird Kondensmilch genommen. Sehr nahhaft aber auch echt lecker. Diese Art von Tee haben wir seeeehr viel getrunken und ich vermisse ihn jetzt schon, obwohl wir alle Zutaten zu Hause haben fehlt der Flair der CoffeeShops (zu dem komme ich aber noch).
Da unserem Freund unser Zimmer in der Nacht wohl nicht gefallen hat ("Da gibt es ja nichts zum hinsitzen") kam er früher als verabredet in Hotel und hat uns kurzerhand umgebucht auf ein größeres "Zimmer" mit Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer. Nicht das wir je viel im Hotel waren außer abends eine Stunde vor dem zu Bett gehen...



Unser Hotel von außen, unten drunter waren ein Dunkin Donut und ein Pizza Hut. Ich wollte jeden Tag mal zum DD rein, aber irgendwie hatte er noch nicht auf, war schon zu oder wir hatten es eilig. Wollte schon immer mal wissen wie die Donuts dort schmecken^^
Unser Frühstücksraum (das Bild ist von der Hotelseite)

Na das Ende vom Lied war, dass wir noch am selben morgen das Zimmer gewechselt haben und trotzdem früher als verabredet im Hotel los konnten. Unser erster Miniausflug ging ins "Natural History Museum" ein süßes seeeeehr beschauliches Museum über die Flora und Fauna des Omans von der Prähistorie bis Heute^^ Toll fand ich, dass es einen Rundführer auf deutsch gab. Der Oman ist nämlich noch im Aufbau touristisch Erschlossen zu werden und so merkt man noch, wie viel Mühe sich überall gegeben wird.
Nett finde ich auch, dass man als Tourist weniger Eintritt zahlt als ein Omani. Teuer war der Eintritt für beide nicht^^ Unsere Karten haben jeweils 300 Beiza (umgerechnet ca. 60cent) und unserem Freund seine Karte hat 500 Beiza gekostet. Zu sehen bekamm man ein paar nette Fossilien, Dinoknochen, ausgestopfte Tiere und Bilder davon, dass der Oman zu Zeiten der Dinos Urwald war und jetzt größtenteils eine sehr karge Landschaft mit Stein- und Sandwüsten ist. Dann gab es noch eine Walhalle, in der das Skelett von einem Großen Pottwal hing.



 Diese Darstellung von diesem Leoparden hat uns gut gefallen, zum Glück haben wir in echt aber keinen getroffen, genauso wie die ganzen Schlangen und Jagdspinnen....*grusel*


Nach dem Besuch im Museum, das auf unserem Programmplaner so auch drauf stand (ja unser Freund hatte sich die Mühe gemacht einen Zeitplan für die Woche zu erstellen damit er weiß wann er uns was zeigen muss und damit wir wissen wo wir sind *g*), konnten wir den Plan schon nciht mehr einhalten ;). Denn wir waren zum Lunch in das Haus der Schwester von seiner Ehefrau eingeladen. Da durfte er wohl nicht ablehnen, denn jeder der großen Familien möchte zeigen wie gastfreundlich man ist^^ Bis zum Lunch hatten wir aber noch etwas Zeit und unser Freund beschloss ein wenig mit uns durch Muscat zu fahren. Nach einer Weile fragten wir, ob wir uns auch mal etwas zu Fuß anschauen können, denn wir Deutschen erobern unser Urlaubsland auch gerne zu Fuß *g*. Also machten wir Halt und gingen .... ans Meer...


Es war so herrlich. Noch den Tag zuvor war es kalt und stressig und jetzt hatte ich das erste mal realisiert, das ich im Urlaub bin und es WARM ist.
Wir liefen ein bisschen am Al Qurom Beach entlang und hatten das Glück Zuschauer von professionellem aber doch auch traditionellen Fischfang zu sein. Wir ließen uns in einem Café direkt am Strand nieder, tranken Tee, schauten dem Fischertreiben zu und genossen einfach das herrliche omanische Winterwetter.





Langsam machten wir uns auf den Rückweg zum Auto, wir waren wohl schon etwas spät dran und damit sich unser Freund keinen Ärger mit seiner Ehefrau einhandelt haben wir uns auch bisschen beeilt. Naja zumindest unser Freund, für uns war es immer noch ungewohnt langsam *g*.
Ich machte nur schnell noch ein Foto von zwei "typischen" großen Häusern. Uns ist nämlich aufgefallen, dass jedes Haus im Oman doch sehr individuell gestaltet ist. Also so Siedlungen, in denen jedes Haus gleich aussieht haben wir nur einemal gesehen. Das war aber ein Gebiet das vor knapp 2 Jahren wohl von einem Wirbelsturm mächtig zerstört wurde und die Regierung hat schnell neue Häuser bauen lassen.




Aber es ist schon sehr trocken überall. Dieses Bild ist von einem Platz zwischen lauter Häusern, also mitten in der Innenstadt. Ohne ständige Bewässerung würde man nirgends grün sehen. Da werden die Wasserschläuche die kompletten Beete entlang verlegt.


Nun aber auf zum Essen. Bin schon ganz gespannt und aufgeregt, da wir nun die Frau und die zwei Kinder kennen lernen werden. Haha und wie sich herausstellt die halbe Familie ihrerseits noch dazu^^ Da waren die ganzen Nichten und Neffen im Haus zu Besuch auch ihre Mutter, die das Essen gekocht hat war da. Da im Oman Donnerstag und Freitag unserem Samstag und Sonntag entsprechen war natürlich Mittwoch der Tag vor dem Wochenende und da kommen die Kinder und die Mutter aus Nizwa übers Wochenende in die Stadt manchmal auch andersrum^^
Die ältere Tochter kam uns schon über den Hof sehr fröhlich entgegengehüpft und begrüßte mich erst mal mit einem "how are you" und "you have beautiful eyes"...Huch hat die kleine 8Jährige grad Englisch mit mir gesprochen??? Ja hat sie...wie ich erfahren werde, ist es ganz normal im Oman, dass die Kinder sehr früh Englisch lernen. Wer später möchte, dass sein Kind Karrierechancen hat schickt es sogar auf eine internationale Privatschule, wo sämtlicher Unterricht (außer der Islamunterricht) in Englisch abgehalten wird. Auch gehen viele für ihren Bachlor oder Master ins Ausland. Da wie schon erwähnt viel Servicepersonal aus dem Ausland kommt kann man fast sagen, dass die zweite Hauptsprache im Oman Englisch ist.
So nun kommt aber der zweite unglauben...wir werden ganz traditionell unser Essen auf dem Boden einnehmen...mit den Händen... Oh weh das kann ja heiter werden war mein erster Gedanke. Und Schwups sind mein Freund und ich im Omanischen Leben integriert.
Wir werden getrennt, denn Frauen und Männer essen, wenn viel Besuch da ist getrennt. Oh Gott mein wandelndes Englischwörterbuch ist im anderen Raum und ich bin allein auf mich gestellt. ABER die sind alle soooooooo nett gewesen. Die Ehefrau unseres Freundes ist Englishlehrerin an der Universität und spricht ein Bilderbuchenglish, dass sogar ich vertsehe. Und Hände und Füße hat der Mensch ja auch noch...Naja wobei auf den Füßen musste ich dann sitzen und mit der rechten Hand essen^^ Dazu schiebt man sich auf der großen gemeinsamen Essensplatte in dem Teil, der einem gehört ein Häufchen Reis zusammen. Dieses nimmt man dann mit den Fingern auf, knetet es in der Hand noch ein bisschen (hihi eigentlich formt man es mundgerecht, aber ich bin so unfähig gewesen, dass es eher einem kneten gleich kam), verlagert den Haufen in Richtung Fingerspitzen und schaufelt ihn sich in den Mund. Leichter wird es mit dem Fleisch, das behält die Form und man kann es sich direkt in den Mund schieben. Es gab eine grooooße Platte Reis (es waren auch ein Haufen Kinder da^^), dazu ein ganzes Hühnchen oben drauf, daneben wurde noch sualeckerer Fisch gelegt. Dann standen noch eine schärfere Sauce und ein Teller Salat auf dem Boden. Damit der Teppich nciht dreckig wird legt man wie bei eienm Picknick spezielle Folie drunter. Die gibt es schon in Rollen zu kaufen und sind oft sogar hübsch bedruckt. Es war eine unglaublich tolle Erfahrung und dabei suuuuuuper lecker.



Leider sieht man wirklich nur noch die Reste. Ich habe wie so oft in diesem Urlaub vergessen ein Foto von vor dem Massaker zu machen ;) Aber man bekommt vielleicht trotzdem einen Einblick von der Kindermeute und dem Essen auf dem Boden.
Nach dem Essen musste ich mit den Mädels spielen gehen (moah da musste ich arme alte Frau mit vollgefressenem Magen echt mitmachen ;)). Es ging aufs Trampolin und auf die Schaukel...jaja ich war schon eine Atraktion^^
Aber es hat echt viel Spaß gemacht und sie sind alle sooooo herzlich dort.






Nach dem ganzen gab es noch ein bisschen Tee^^ Und die Mutter von der Ehefrau hatte sich noch hübsch angezogen und wollte unbedingt ein Gruppenfoto;). Irgendwie mochte die mich total. Sie wollte mich später im Urlaub unbedingt bei sich behalten und sie hätte dann schon irgendeinen ihrer Verwandten zum verheiraten gefunden *hihi* Lustige, aber sehr liebe ältere Dame.


Das mit dem Gruppenfoto hat übrigens spitzenmäßig funktioniert^^ Wir hatten da einen begnadeten Fotografen am Werk *lol* Das ist noch das beste von allen...halbwegs scharf und keine Füße abgeschnitten. Leider schaut fast keiner in die Kamera^^ Aber man sieht hoffentlich was von dem rosa Glitzerkleid, dass die Mutter extra für mich und das Foto angezogen hatte.


Danach ging es ins Hotel ein bisschen Ausruhen, denn abends wollten wir auf das "Muscat Festival". Das ist ein jährlich für über einen  Monat stattfindendes Stadtfestival bei dem sehr viel omanische Kultur gezeigt wird, aber auch Werbung und Vergnügung nicht fehlen darf. Ich hatte im Internet davon gelesen (meine einzige Vorbereitung auf den Oman^^). Auch gab es dort in der Zeit das sog. "Oman Food-Festival". Na wenn das nicht das ist was ich unbedingt kennen lernen wollte...ESSEN... Ich hatte in der Nacht zuvor vorsichtig gefragt, ob den Platz im Programm sei, um auf dieses Festival zu gehen. Tatsächlich hatte er für den Mittwoch Abend mehrere Stunden eingeplant^^ Yippie!


Kurz vor sieben (wir waren auf 18 Uhr verabredet...hihi das wird noch öfters passieren...) wurden wir abgeholt. Das Festival findet in einer großen sehr schönen Parkanlage statt. Der Eintritt war mit 40cent auch eher symbolisch^^ Zuerst kam man zu einem Platz auf dem sich Telekommunikationsfirmen, Autohändler und Banken vorstellen...vermutlich auch alles Sponsoren des Festivals. Hier bekamen wir schon unsere ersten gratis Geschenke^^ Viel Werbematerial, dass wir später auch weggeschmissen haben...ich kann eh kein Arabisch lesen ;).
Aber auch ein paar Informationsheftchen über das Land und den Tourismus.


 Das Maskottchen von Android ist es nicht knuffig? Es hat da die Kinder bespaßt^^

Mein Versuch den Brunnen im schnellen Vorbeigehen abzulichten^^

Weiter ging es vorbei an einenm Zelt mit Bedarf für Frauen. Es glitzerte und funkelte überall, ich war völlig erschlagen...haha ich hatte die Prüfung wohl bestanden, da ich als Frau durch dieses Zelt ohne etwas zu kaufen gekommen bin.
Dann kamen wir an einen Teil des Parkes indem die verschiedenen Stämme sich mit ihrer Tradition vorstellten. Es gab viel zu sehen, hören und essen. Wir mussten gleich einmal etwas probieren. Omanisches Helva. Das ist eine Süßspeise, die aus Gee und viel Zucker sowie Gewürzen unter ständigem rühren in großen Töpfen gekocht wird. Man kann es warm essen, normal ist aber wohl kalt. Es war sehr süß aber sehr lecker. Nach dem Süßen gab es an einer anderen Stelle zum Glück etwas Salziges. Da verkauften Frauen, ursprünglich wohl aus Sansibar, aus großen Töpfen verschiedenste Typische Gerichte. Wir entschieden uns für in Salzwasser gekochte Kichererbsen mit einem "Hauch" Chilipulver drüber...Einfach aber seeehr lecker.
Es wurde gezeigt wie man mit Hilfe von Lastentieren Wasser aus einem Brunnen schöpft, man konnte auf Kamelen reiten (ich hab todesmutig eines gestreichelt^^ weich war das Tierchen), Beduinnen verkauften ihre Handwerkskunst (ich fand die Art der Gesichtsverdeckung bisschen gruselig, aber die sieht wohl schon immer so aus....sehr modern find ich fast), Männer zeigten ihren Stammesgesang und -tanz, wir konnten frisch hergetsellten omanischen Kaffee genießen (am Ende muss man den Beccher schütteln sonst bekommt man immer wieder nachgefüllt) und allerlei mehr...überall war das Fernsehen vertreten^^ An einer Stelle wo mehrere Stämme zusammen auf einem Platz getanzt und gesungen haben, durften wir sogar durch eine Absperrung um bessere Fotos machen zu können. In dem Fall war es mal wieder praktisch Tourist zu sein^^










Auf dem Festival war unglaublich viel los und so tat es richtig gut, dass wir einen kleinen Spaziergang zu einem eigens für den Park angelegten Wasserfall machten. Dort war es schön ruhig und man hatte eine tolle Aussicht über das beleuchtete Festival und auch ein bisschen über Muscat bei Nacht.



Unsere Runde durch den gesamten Park führte uns dann wieder durch den Trubel am "Food Festival" vorbei. Dort konnte man für umgerechnet 3 Euro eins von 6 festen Menüs als "Take away" mitnehmen oder man konnte für 12 Euro ans Buffet und viele verschiedene Dinge testen. Leider hatten meine beiden Begleiter nach dem Helva und den Kichererbsen kein Hunger mehr. *Argh* wenn ich das gewusst hätte, dass die Männer vor mir schlapp machen, hätte ich ihnen das Essen verboten ;) (Nicht das es funktioniert hätte, aber träumen kann man ja mal). In dem abgetrennten Teil, in dem das Food Festival statt fand gab es auch eine kleine Bühne auf der drei Leute auf seeehr traditionelle Art omanische Snacks herstellten. Es sah lecker aus, aber wenn dann wollte ich was vom Büffet. 
Das sah alles so lecker aus. Der Chefkoch des Buffets kam sofort her, als wir uns das ganze anschauten, machte an jedem Topf den Deckel nacheinander auf und erklärte uns ganz genau was darin ist und wie es hergestellt wird. Wir hatten ihn nicht mal gefragt oder kund getan, dass wir das Buffet nehmen würden...danach hatte ich noch mehr Hunger/Appetit.



Eine typische alte omanische Kaffeekanne und dazu passende Kaffeebecher

Naja zum Glück haben wir dort nicht gleich gegessen, denn draußen hat in der Mitte des Parks auf dem See ein wundervolles Feuerwerk angefangen. Das Thema war internationale Musik. So gab es zu Schwanensee und Rock´n´Roll eine tolle Lichtillumination von Tänzern. Oberhammer, tanzte da dann nicht auf dem Wasser eine Primaballerina im Schwanenseekostüm...Danach gab es dann passend zur Musik Feuerwerk...Das Finale war dann die 9.Symphonie von Beethoven (die Japaner wären begeistert gewesen) und die Filmmusik von Fluch der Karibik.

Der See nach dem Feuerwerk, leider haben wir währenddessen keine Fotos gemacht.

Weiter ging es zu einer Ausstellung wo sich verschiedenste Länder mit Handwerkskust vorstellten: Jemen, Südafrika, sogar Spanien, usw. und natürlich mit den meisten Ständen der Oman (wie eine Miniausgabe der Expo). Hier konnte man viel sehen und riechen und unser Freund sagte jedem omanischen Händler er solle uns doch mal bisschen was erklären, was die anstandlos alle taten ohne zu erwarten, dass man etwas kauft. Echt beeindruckend. Ich kaufte bei einem Händler ein ganz kleines Cremedöschen, da mir Duft so gefallen hat. Da ich aber meine empfindliche Haut kenne brauchte es keine große Dose sein, denn ich werde mir die Creme höstens an die Handgelenke schmieren können^^ Auch gab es einen Stand des Kulturminesteriums, der sehr viele Prospekte über den Oman hatte. Dort deckte uns unser Freund mit allem ein was er bekommen konnte^^ Eine ganze Tüte voll mit Heftchen und Büchern über alles was man im Oman zu sehen bekommt.




Wir hatten das Glück eine Fernsehmoderatorin in einem traditionellen Hochzeits/Verlobungsgewand zu sehen. Der Stil ist wohl Omanisch aber das ganze Glitzer nennt sich dann Beluschi und kommt ursprünglich aus Indien. Ich durfte sogar ein Foto von der Dame machen, was Mir am nächsten Tag nicht erlaubt war, da einfach die Möglichkeit besteht, dass mein Freund als Mann die Bilder sehen könnte (dazu aber beim nächsten Mal mehr).


Im Hintergrund kann man ein bisschen sehen wie die einzelnen Ständer der verschiedenen Länder aufgebaut waren. Es waren immer wie so kleine Garagen links und rechts eines Ganges. So hatte jeder Händler immer gleich viel Platz zum verkaufen.

Es war inzwischen 21.25 Uhr und die ganze Zeit um das Büffet trauernd, erinnerte ich mich, dass das Buffet bis mind. 22 Uhr offen hatte. Ich jammerte meinem Freund ein bisschen die Ohren voll und scheinbar hatte er inzwischen Hunger bekommen.
Haha ich hab am Ende doch noch gewonnen. Wir sind zurück zum Food Festival und haben uns fürs Büffet entschieden *Freude schöne Götterfunken...*. Wir haben uns mit den Vorspeisen eingedeckt und sind zum Tisch und haben gegessen. 


Dann kam aber die absolute Ernüchterung. Ich hatte alle meine Überzeugungskraft eingesetzt, weil es beim Buffet ein Gericht gab "Omani Shuwa", dass auf ganz spezielle Art und Weise hergestellt wird und man deswegen nicht so oft zu Essen bekommt. Auch im Oman eher nur zu Festlichkeiten, wenn sich die Masse Fleisch lohnt zu machen. Da wird das Fleisch, in dem Fall war es eine ganze Ziege (hatte ich noch nie vorher gegessen...doppelter Grund fürs Buffet), die nach dem Schlachten irgendwie speziell mariniert, dann in Palmen-oder Bananenblätter eingewickelt und irgendwie in einen speziell in den Boden gegrabenen Ofen für 24 bis 48h gegart wird. 

Omani Shuwa fotografiert bei unserem ersten Rundgang

Dieses Fleisch gab es noch, als wir uns die Vorspeisen holten (mein Freund meinte noch mach langsam wir holen uns die Ziege als zweiten Gang...hätte ich bloß nicht auf ihn gehört) und dann bin ich freudig los gestürmt ...und was war....der Topf war weg!!!!! Wir kamen kurz vor Ende erst zum Büffet und deswegen haben sie wohl schon angefangen aufzuräumen. Ich sage euch ich hätte fast angefangen zu heulen^^ Der Verantwortliche kam zu mir, weil ich grad mit einem der Köche sprach und ich erzählte ihm, dass ich das Buffet nur wegen dem Gericht genommen hatte. In der zwischenzeit war der Koch in das Aufräumzelt und hat meinem Freund und mir noch einen letzten Rest, der schon kalt war organisiert^^ Ich muss wohl sehr traurig geklungen haben, denn der Verantwotliche sagte mir in der Zwischenzeit,  dass wir weiter essen sollen er aber uns das Essen nicht berechnen wird. Wow das fand ich echt nett. So aßen wir dann unseren Rest Ziege auf (es hatte sich gelohnt zu jammern^^ das bischen ws wir da hatten war echt soooooo lecker ....unglaublich zart und würzig...*immer noch Wasser im Mund zusammenlauf*), konnten uns dann aber nicht mehr überwinden vom Nachtisch zu holen...mein Freund glaubte mir nämlich nicht, dass wir die Erlaubnis hatten weiter zu Essen und redete mir ein schlechtes Gewissen ein, so dass ich wirklich keine Lust mehr auf Nachtisch hatte. Wieder einmal hätte ich nicht auf ihn hören sollen. Der Verantwortliche kam am Ende zu uns und fragte ob wir denn hoffentlich auch vom Nachtisch genommen hätten...mit inzwischen großen schlechtem Gewissen sagte ich, ich wär satt. Grrrr. Zum Glück hatten wir zu dem Zeitpunkt noch ne Woche vor uns und ich kam noch zu meinen Süßspeisen bzw. Gebäcken.
Das Fest neigte sich langsam dem Ende für den Tag und wir machten uns gemütlich auf den Weg Richtung Auto. Natürlich war durch das offizielle Ende auf den Straßen die Hölle los und wir kamen erst mal in einen Stau ;). Eine Stunde später um kurz vor 0 Uhr waren wir Hotel.


Hihi Selbstauslöseraufnahme in unserem "Wohnzimmer". Wir hatten uns abends noch ein Tässchen guten Lipton Yellow Label Tee gemacht. Das ist das praktische an dieser von uns sonst nicht genutzten Küche gewesen. Es gab Tassen, Teebeutel und einen Wasserkocher...ich bin verrückt nach dem Tee^^


Ich hoffe euch hat der erste Tag gefallen und ich hab nicht zu viel gelabert. Leider muss ich das mit den Fotos zur Urlaubsdokumentation noch üben. Ich hab beim aufschreiben grad so oft gemerkt, dass es von vielen Dingen, die ich eigentlich beeindruckend fand, keine Fotos gemacht hatte.


Ade eure nicekitty